Vitamin D Mangel – Wirkliches Problem oder Hype?

Gerade zur kalten Jahreszeit ist das Thema „Vitamin D“ in aller Munde. Doch warum ist das eigentlich so? Was hat es mit diesem speziellen Vitamin auf sich und welche Faktoren begünstigen einen Mangel? Und was taugen Vitamin D Selbsttests? Wir haben uns mit diesen und weiteren Fragen auseinandergesetzt und fassen unsere Erkenntnisse nun kompakt zusammen.

Warum braucht der menschliche Körper Vitamin D?

Vitamin D ist für verschiedene körperliche Prozesse unabdingbar. Das fettlösliche Vitamin stärkt die Knochen, unterstützt den Muskelaufbau- und erhalt, sowie das Herz-Kreislaufsystem und ist, wie einige Studien nahelegen, in der Lage, das Risiko einer Diabetes- oder Krebserkrankung zu senken. Außerdem ist anzunehmen, dass das Immunsystem und gewisse Hirnfunktionen vom Vitamin D Spiegel beeinflusst werden. Darüber hinaus bestehen Vermutungen hinsichtlich einer präventiven Wirkung in Bezug auf Herzerkrankungen und Immunschwäche. Fast jede Zelle im menschlichen Körper besitzt Vitamin D Rezeptoren. Auch wenn derzeit keine stichhaltigen Beweise vorliegen, lässt dies vermuten, dass Vitamin D eine potenzielle Funktion für jede dieser Zellen erfüllt.

Wie erhält es der Körper normalerweise?

Vitamin D zählt zu den nicht-essentiellen Nährstoffen, sprich: Der Körper kann den Stoff selbst herstellen. Allerdings benötigt er hierfür Sonnenlicht, weshalb das Vitamin auch als „Sonnenvitamin“ bekannt ist. Rund 80% der notwendigen Gesamtmenge an Vitamin D wird auf diese Weise gewonnen. Die übrigen 10 – 20% müssen dem Körper über die Ernährung zugeführt werden. Es ist ein moderner Mythos, dass zur Vitamin D-Bildung große Mengen an Sonnenlicht aufgebracht werden müssen. Tatsächlich genügt eine tägliche Einstrahlung auf einige wenige Hautpartien, wie Arme, Beine und Gesicht. Ein gesunder Mensch braucht kein intensives Sonnenbad zu nehmen, um seinen Vitamin D Bedarf decken zu können. Es reicht in aller Regel aus, etwas Zeit an der frischen Luft in den Alltag zu integrieren. Über die Sommermonate sollen, laut Bundesinstitut für Risikobewertung, bereits 5 bis 25 Minuten in der Sonne absolut ausreichen.

Cerascreen und co. diese Vitamin D Selbstests gibt es (Bereits geschrieben)

Wie hoch ist der Tagesbedarf eines Menschen und wie kann dieser gedeckt werden?

Wie viel Vitamin D ein Erwachsener über die Ernährung zu sich nehmen sollte, um seinen Bedarf zu decken, kann nicht pauschal gesagt werden. Dies hängt von zahlreichen Faktoren, wie dem Lebensstil, Jahreszeit und Wohnort, sowie dem Hauttyp, ab. Generell wird empfohlen, regelmäßig auf die wenigen Nahrungsmittel zurückzugreifen, die besonders reich an Vitamin D sind. Dazu zählen einige Fischarten, darunter Lachs, Hering und Makrele, aber auch Leber, Eigelb und verschiedene Speisepilze. Da es sich beim Sonnenvitamin, wie bereits erwähnt, um einen fettlöslichen Stoff handelt, gilt fetter Fisch als ideale Quelle.

Welche Personengruppen neigen dazu einen Vitamin D Mangel zu erleiden?

Je älter der Mensch, desto schwerer fällt es dem Körper Vitamin D zu produzieren. Außerdem gilt, dass helle Haut mehr Sonnenlicht aufnimmt und daher nicht nur anfällig für Sonnenbrand ist, sondern mehr zur Vitamin D-Bildung beitragen kann, als dunkle Haut. Wer den Großteil seiner Haut immer bedeckt hält oder sehr wenig Zeit im Freien verbringt, ist ebenfalls gefährdet. Im Falle eines bestehenden Vitamin D Mangels, kommen meist Präparate zum Einsatz. Der Speicher wird also „von außen“ aufgefüllt. Besonders kritisch wirkt sich ein Vitamin D Mangel bei Babys aus. In den ersten Lebensmonaten eines Kindes führt ein solcher Mangel beispielsweise zu Rachitis, also einer Knochenerweichung. Daher wird hier oft vorsorglich zu Supplementen geraten.

Woran erkennt man Vitamin D Mangel Symptome?

Die Symptome eines Vitamin D Mangels sind recht vielfältig, sodass ein solcher nicht so leicht zu erkennen ist. Zu den Anzeichen zählen Abgeschlagenheit und Müdigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten, Kopfschmerzen und Schwindelgefühle, sowie  Stimmungsschwankungen. Ein Mangel wirkt sich außerdem auf die Gesundheit von Knochen und Muskeln aus, sodass Knochenschwund oder -erweichung und Muskelschmerzen keine Seltenheit sind. Darüber hinaus gehören Herzrhythmusstörungen, Kreislaufprobleme und Nervenschmerzen zu den gängigen Symptomen.

Vitamin D Test – eine sinnvolle Vorsorgeuntersuchung?

In Anbetracht der Folgen, die ein langfristig anhaltender Vitamin D Mangel nach sich ziehen kann, ist es keinesfalls eine schlechte Idee, den Vitamin D Spiegel von Zeit zu Zeit untersuchen zu lassen. Dies kann auch dann sinnvoll sein, wenn man selbst keine Symptome an sich beobachtet, denn die ersten Anzeichen sind äußerst leicht zu übersehen. Spätestens, wenn sich Symptome bemerkbar machen, führt kein Weg mehr an einem Test vorbei – warum also so lange warten? Wird der Mangel frühzeitig erkannt, können Folgeschäden mit hoher Wahrscheinlichkeit vermieden werden. Daher sprechen sich immer mehr Mediziner für einen Vitamin D Test als standardmäßige Vorsorgeuntersuchung aus.

Was wird bei einem solchen Test gemessen?

Um zu verstehen, welche Messwerte bei einem Vitamin D Test von Bedeutung sind, muss man zunächst wissen, welche Prozesse das Vitamin im Körper durchläuft. Vitamin D3 wird dem Körper über die Nahrung zugeführt oder von ihm selbst hergestellt, wenn genügend Sonnenlicht vorhanden ist. Um zu den Zellen transportiert werden zu können, wird es direkt in sogenanntes Calcidiol, also 25 OH Vitamin D3, umgewandelt. Ist das Vitamin im Blutkreislauf, wird es nach Bedarf in das wirksame Hormon Calcitriol, also 1,25 Dihydroxy-Vitamin D3, umgeformt. Vitamin D3 ist also nur eine Rohform, die dem Körper nicht weiter von Nutzen wäre, wenn er sie nicht zu einem brauchbaren Hormon umbauen könnte. Innerhalb eines Vitamin D Tests wird der 25 OH Vitamin D3 Spiegel gemessen, da der Wert dieser Form des Vitamins die höchste Aussagekraft besitzt. Je nachdem, wie hoch oder niedrig der Spiegel ist, kann verlässlich auf eine gute oder weniger gute Versorgung geschlossen werden. Im Gegensatz hierzu wären die Werte einer Messung des 1,25 Dihydroxy-Vitamin D3 Spiegels nicht von Relevanz. Warum? Der Grund liegt ganz einfach in der bedarfsorientierten Produktion. Durch sie können lediglich Momentaufnahmen gewonnen, aber keine fundierten Rückschlüsse auf den tatsächlichen Vitamin D Spiegel gezogen werden.

Wie genau sind solche Tests?

Ein Vitamin D Test kann entweder beim Arzt oder Zuhause, mit Hilfe eines Vitamin D Test Kits, durchgeführt werden. In beiden Fällen ist das Ergebnis nicht zu 100% genau. Dies liegt daran, dass die Vitamin D Regulation im Körper von vielen Parametern abhängt, die nur schwer eingeschätzt werden können. Im Zweifel kann es also vorkommen, dass ein Vitamin D Test zu einem falschen Ergebnis führt, wenn ein kleiner Teil der komplexen Prozesse gestört abläuft. Gewisse Erkrankungen, beispielsweise der Schilddrüse, führen ebenfalls zu verfälschten Werten. Bei jedem Vitamin D Test, egal ob vom Arzt oder auf eigene Faust durchgeführt, besteht also ein gewisses Risiko dafür, dass falsch Werte ermittelt werden.

Folgende Tests können empfohlen werden

  • Der VitaminDTest von Lykon. Über folgenden Link gelangen Sie zur Produktseite
  • Der VitaminDTest der Marke Cerascreen. Hier gehts zur Produktbeschreibung
  • Der Medivere VitaminDTest. Dieser Link führt Sie zum Produkt

 

Wann sollte Vitamin D supplementiert werden?

Sehen wir uns nun an, welche Werte überhaupt für einen Vitamin D Mangel sprechen. Ein akuter Mangel besteht, wenn der Vitamin D Spiegel bei weniger als 20 Nanogramm pro Milliliter, kurz ng/ml, liegt. Ein Wert von 20 bis 30 ng/ml deutet auf eine Unterversorgung hin, während Werte ab 30 aufwärts eine gute Versorgung bedeuten. Der durchschnittliche gesunde Normalwert liegt zwischen 30 und 60 ng/ml. Zwischen 60 und 90 ng/ml wird von hohen Werten gesprochen, die zunächst keinen Anlass zur Sorge geben. Bis maximal 150 ng/ml liegt eine deutliche Überversorgung vor, alles was darüber geht, fällt in die Kategorie einer Vergiftung. Vitamin D Präparate werden oft in Form von Tabletten eingenommen und helfen, den Vitamin D Spiegel zu erhöhen. Eine Indikation für die Einnahme solcher Vitamin D Tabletten liegt immer dann vor, wenn der ermittelte Wert unter dem durchschnittlichen Normalwert, also unter 30 ng/ml liegt. Liegen die Werte nur geringfügig über dieser Grenze, sollte ebenfalls mit der Einnahme von Supplementen begonnen werden. Liegen normale oder gar eher erhöhte Werte vor, sollte dagegen dringend Abstand von einer Supplementierung genommen werden.

Die gängigsten Formen von Vitamin D Präparaten und ihre Kosten

In aller Regel wird Vitamin D über Kapseln oder Tropfen aufgenommen. Günstige Vitamin D Tabletten kosten, auf die einzelne Kapsel heruntergerechnet, weniger als 2 Cent. High-End Produkte können dagegen mit 30 Cent und mehr pro Tag zu Buche schlagen. Im Schnitt kostet eine Tagesdosis eines qualitativ angemessenen Produktes zwischen 5 und 15 Cent.

Können Vitamin D Tabletten und andere Präparate zu einer Überdosierung führen?

Wird über einen längeren Zeitraum deutlich zu viel Vitamin D zugeführt, kann es durchaus zu einer Überdosierung kommen, die schließlich in einer Vitamin D3 Vergiftung endet. Daher ist es unbedingt notwendig, die Herstellerangaben zur korrekten Einnahme einzuhalten und im Zweifelsfall einen Arzt zu Rate zu ziehen.

Fazit: Sind Vitamin D Tests sinnvoll?

Ein gesunder Vitamin D Spiegel trägt maßgeblich zu einer stabilen Gesundheit bei. Der menschliche Körper kann keinesfalls auf das Sonnenvitamin verzichten, sodass regelmäßige Vitamin D Tests durchaus sinnvoll sein können. Dies trifft vor allem dann zu, wenn Faktoren vorliegen, die einen Vitamin D Mangel begünstigen oder aber Symptome auftreten. Ein Test ist schon für kleines Geld erhältlich, schafft Klarheit und wird, wie geschildert, von vielen Ärzten auch im Zuge der Vorsorge empfohlen.

Autorin

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